How to HipHop in Packaging Design đź’Ą
Kendrick Lamar beim Superbowl, Kanye West bei den Grammys – Hip-Hop hat es vom Underground zur globalen Kulturbewegung geschafft, die Modetrends, Kunst und die Art und Weise, wie wir Konsum und Kultur wahrnehmen, prägt die Sehgewohnheiten. Was ihn groß gemacht hat? Sampling. Remix. Neuinterpretation – Das, was Hip-Hop groß gemacht hat, verändert auch Packaging Design und Branding.
Es gibt klare Parallelen in den Prinzipien, der Ă„sthetik und der kulturellen Funktion. Das Designverständnis der Gen Z: Bestehende Marken Ă„sthetiken, Packaging-Regeln und Designdogmen werden auseinandergenommen und in neuen, hybriden Formen neu kombiniert, vereinfacht und auf „bold“ gestellt. Die Fortsetzung des Packs findet im Web statt.
In der Musik hören wir einen Song und denken sofort: „Woher kenn’ ich das?“ Nach ein paar Takten ist klar, ob es ein Original, ein Remix oder gesampelt ist. Genau das passiert im Gen Z Design:
✨ Marken, Packaging und Produkte werden nicht mehr in traditionellen Kategorien und Formaten gedacht
✨ Logos tauchen an unerwarteten Stellen auf oder sprengen die Packung
✨ Claims werden zum visuellen Hauptmerkmal
✨ Produktkategorien werden bewusst nur noch interpretiert
✨ Die Verpackung wird zum Insider „Welcome to the Club“
Es geht nicht mehr darum, etwas von Grund auf Neues zu erfinden – sondern bekannte Elemente wild zu remixen. Bekannte Codes werden aufgebrochen und neu kombiniert.
Vom Hype zur echten Marke – und dann?
Testen, versuchen, samplen – großartig und wild! Aber was kommt danach? Erst die Leichtigkeit, dann der Ernst. Marken müssen über das Experimentieren hinauswachsen, um langfristig relevant zu bleiben. Foamie, everdrop – sie sind groß geworden in einem Marktumbruch. Aber wer wird bleiben?
Wholey, Oatly und JUMA z.B. haben mit diesem Ansatz viel Aufmerksamkeit erzeugt – und es zunächst geschafft. Sie gewinnen Investoren, werden in den Märkten gelistet und bauen ihre Marken weiter aus. Chapeau! 🙌
Trends geben sich die Klinke in die Hand.
Was heute auffällt, ist morgen schon wieder Mainstream. Wie also weiter? Sampling funktioniert, weil wir die Interpretation einer Kategorie erkennen – aber wirklich stark wird es erst, wenn neues Know-how hinzukommt. Wenn eine Marke es schafft, mehr als nur eine modische Spielerei zu sein und doch ihre Lücke findet oder ihre Eigenständig behält.
Was passiert, wenn jeder remixt? Differenzierung in einem Markt, der ständig seine eigenen Regeln neu schreibt? Wie wird man zu den Beastie Boys zur Run DMC, Eminem oder Snoop Dogg statt nur Teil des Mainstreams? 🚀
von Stephanie Held